Brennpunkt Labor – Biomedizinische Analytikerinnen rund um die Uhr im Einsatz für eine möglichst rasche Diagnostik

Brennpunkt Labor – Biomedizinische Analytikerinnen rund um die Uhr im Einsatz für eine möglichst rasche Diagnostik

Die Biomedizinischen Analytikerinnen liefern mit ihren Analysen den behandelnden ÄrztInnen wichtige Hinweise zur Diagnostik dieser Infektionskrankheit 

Die Corona-Testgeräte im Zentrallabor des Klinikums Rohrbach laufen auf Hochtouren. Nicht nur sie. Auch die Biomedizinischen Analytikerinnen stehen rund um die Uhr im Einsatz und werten die kontinuierlich steigende Anzahl an Corona-Tests aus.Doch was steckt hinter den Tests? Welche Schritte braucht es, um die Proben zu analysieren? Täglich werden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Um SARS-CoV- 2-Erreger nachzuweisen, müssen Abstriche aus Nasen- und/oder Rachenraum entnommen werden. Ist man infiziert, kann das im Abstrich nachgewiesen werden.

Gerade in der jetzigen Akutsituation der Corona-Pandemie sind die Biomedizinischen Analytikerinnen maßgeblich an der Erfassung des Infektionsgeschehens beteiligt. Sie stehen Tag und Nacht im Einsatz und können Abstriche potenzieller Covid-19-PatientInnen sofort auswerten. Sie liefern mit ihren Analysen den behandelnden ÄrztInnen wichtige Hinweise zur Diagnostik dieser Infektionskrankheit. „Prinzipiell ist jede Probe im Labor – sei es Blut, Harn oder Gewebe – als potenziell infektiös anzusehen. Wir halten – nicht erst seit Corona – die entsprechenden Hygienemaßnahmen strengstens ein. Eine sogenannte Sicherheitswerkbank, deren Arbeitsplatz speziell be- und entlüftet wird, stellt einen zusätzlichen Schutz vor Infektionen für die Mitarbeiterinnen dar. Denn jedes der eingesandten Corona-Teströhrchen könnte das Virus enthalten“, erläutert Rosa Barth, leitende Biomedizinische Analytikerin im Klinikum Rohrbach.

Arbeit im Hintergrund als wesentlicher Bestandteil für die PatientInnenversorgung

„Laufende Fortbildung gehört zu unserem Berufsalltag und hat sich gerade in Zeiten eines solch neuartigen Virus einmal mehr bezahlt gemacht. Durch regelmäßige Weiterbildungen können wir garantieren, immer dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechend zu arbeiten“, sagt die Leiterin des Labors, „auch unsere Testverfahren werden regelmäßig nach definierten Qualitätsstandards überprüft.“ Somit ist die Arbeit der Biomedizinischen Analytikerinnen als unverzichtbar anzusehen.

Im Klinikum Rohrbach wird der Test auf Covid-19 ausschließlich für PatientInnen und in dringenden Fällen für MitarbeiterInnen verwendet. Die Bevölkerung des Bezirks wird, nach Terminvereinbarung unter der Nummer 1450, im Covid-19-Drive-in des Roten Kreuzes getestet.

Antigen-Test als wichtiger Baustein

Im Labor des Klinikums Rohrbach werden sowohl Antigen- als auch PCR-Tests ausgewertet. Antigen-Tests gelten als wichtiger Baustein, um die Corona-Infektion langfristig unter Kontrolle zu bekommen. Im Unterschied zum PCR-Test, der das Erbmaterial des Virus nachweist, werden beim Antigen-Test die Eiweißstrukturen des Virus erfasst. Der Vorteil der Corona- AntigenTests besteht in der kurzen Reaktionszeit: Das Testergebnis liegt bereits nach 30 Minuten vor. Primär war der Nachweis des Coronavirus nur mittels PCR-Technologie möglich. Mit diesem Testverfahren können bereits ganz geringe Mengen des Erregers nachgewiesen werden, da das Virus im Reagenzglas vervielfältigt wird. Das Messergebnis steht inklusive Vorbereitung der Proben nach etwa einer Stunde zur Verfügung.

Ziel: Möglichst schnelle Diagnose

„Sowohl die Antigen- als auch die PCR-Tests haben das gleiche Ziel: eine Infektion zu diagnostizieren, um anschließend die bzw. den Erkrankten isolieren und die Virusausbreitung möglichst rasch eindämmen zu können“, erklärt OA Dr. Wolfgang Tenschert, Ärztlicher Direktor im Klinikum Rohrbach. Antigen-Tests sind vor allem dann angebracht, wenn eine schnelle Unterscheidung in potenziell Infizierte und Nichtinfizierte erfolgen muss, wie beispielsweise bei der akuten Aufnahme ins Krankenhaus. „Wir orientieren uns bei der Testung an einer aufwendig ausgearbeiteten Ablaufplanung, die sicherstellt, dass durch den sinnvollen Einsatz der unterschiedlichen Messverfahren die größtmögliche Sicherheit sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet ist“, ergänzt der Mediziner.

Quelle: Dr.in Regina Schnellmann,PR & Kommunikation, Klinikum Rohrbach  //  Fotocredit: OÖG
 

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