Fotocredit: Fotoclub Altenberg

v.l.n.r. Peter Haubner (2.Nationalratspräsident und Vorsitzender des Nationalfonds), Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer, Bürgermeister Michael Hammer, Moritz Matschke (Künstler), Hubert Lobnig (Künstler)

Altenberg macht aus Kriegerdenkmal ein Friedensdenkmal

Ein neuer Ort des Erinnerns und Nachdenkens ist am Marktplatz in Altenberg entstanden. Das bisherige Kriegerdenkmal wurde künstlerisch umgestaltet. Künftig stehen neben den gefallenen Soldaten auch zivile Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sowie die Opfer der NS-Euthanasie im öffentlichen Gedenken.

In Altenberg bei Linz ist am Samstag, 31. Oktober 2026, das neu gestaltete Friedensdenkmal am Marktplatz eingeweiht worden. Aus dem bisherigen Kriegerdenkmal ist ein Ort geworden, der die Erinnerung an die Vergangenheit bewahrt und zugleich Frieden, und gesellschaftliche Verantwortung in den Mittelpunkt stellt. Das bestehende Denkmal wurde dafür nicht entfernt, sondern von den Künstlern Hubert Lobnig und Moritz Matschke behutsam umgestaltet und in einen neuen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt.

Erinnerung an weitere Opfergruppen

Das neue Friedensdenkmal erweitert den Blick über das bisherige Gedenken an die gefallenen Soldaten hinaus. Es erinnert nun auch an die namentlich bekannten und unbekannten Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Eine besondere Neuerung ist, dass erstmals auch die namentlich bekannten Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie in Altenberg einen sichtbaren Platz im öffentlichen Gedenken erhalten.

Ein besonderes Detail der Neugestaltung sind historische Erden verschiedener Kriegsschauplätze. Sie waren beim Abbau des bisherigen Denkmals in beschrifteten Säcken wiederentdeckt und anschließend in die neue Gestaltung integriert worden. Eine Informationsstele mit QR-Code und ergänzende Informationsmaterialien bieten Besuchern die Möglichkeit, sich näher mit den historischen Hintergründen auseinanderzusetzen.

Mehrjährige Vorbereitung

Der Neugestaltung ging ein mehrjähriger Beteiligungsprozess unter Einbindung von Gemeinde, Pfarre, Diözese sowie verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Fachleute voraus. Sowohl im Gemeinderat als auch im Pfarrgemeinderat wurde das Vorhaben einstimmig beschlossen. Finanzielle Unterstützung erhielt das Vorhaben von der LEADER-Region Sterngartl Gusental, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich und dem Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus. 
 

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