Die GVV-Vertreter Helmut Mitter (li.) und Herbert Enzenhofer fordern bei der Vergabe der Altpapierentsorgung im Bezirk Urfahr-Umgebung mehr Transparenz ein. Foto: GVV

Altpapierentsorgung: Mehr Transparenz bei Auftragsvergabe gefordert

Nicht wirklich erfreut zeigt sich der Gemeindevertreterverband (GVV) Urfahr-Umgebung mit der Neuvergabe der Altpapierentsorgung im Bezirk: Die Spitzenvertreter der SPÖ-Organisation fordern von den Verantwortlichen des Bezirksabfallverbandes mehr Transparenz und klar nachvollziehbare Kriterien ein.

„Die Vergabe der Altpapiersammlung mag rechtlich in Ordnung sein. Politisch halten wir es jedoch für bedenklich, wenn internationale Konzerne in den Bezirk geholt werden, die in verschieden Medien mit Kartellverfahren in Verbindung gebracht werden", betonen GVV-Bezirksvorsitzender Herbert Enzenhofer und sein Stellvertreter Helmut Mitter in einer Aussendung. Konkret beziehen sie sich dabei auf die ab dem Jahresbeginn 2026 schlagend werdende Neuaufteilung der Altpapiersammlung. Diese wird in Zukunft - wie mehrfach berichtet - nur mehr teilweise von der Firma Zellinger aus Walding durchgeführt: ein Großteil der Sammlung wurde an Firmen vergeben, die ihren Sitz außerhalb der Region haben.

Diesen Verlust der regionalen Wertschöpfung prangern die beiden SP-Vertreter an: Bei solchen Vergaben dürfe - so Enzenhofer und Mitter - nicht nur der Preis im Vordergrund stehen. Es müssten auch Kriterien wie Regionalität, Ökologie und Nachhaltigkeit mit einbezogen werden. Die GVV-Vertreter fordern bei der Vergabe solcher Aufträge die Einbindung der Vollversammlung des BAV, die ihrer Meinung klar nachvollziehbare Vorgaben zu erarbeiten habe. Zusätzlich wünschen sie sich eine bessere Kommunikation: Es gehe laut Enzenhofer und Mitter nicht an, dass Vertreter kleinerer Fraktionen im BAV aus den Medien erfahren müssten, was wirklich Sache ist.

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