Mehr als 900 Trauergäste nahmen beim Requiem im Linzer Mariendom Abschied von Alt-Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck. Foto: Land OÖ/fotokerschi/Werner Kerschbaummayr
Im Zeichen der Dankbarkeit und des Respekts standen die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Alt-Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck, die am Samstag, 10. Jänner, in Linz über die Bühne gingen: Nachdem das offizielle Oberösterreich bei einer Trauersitzung im Landhaus Abschied nahm, feierte Diözesanbischof Scheuer im Mariendom das feierliche Requiem. Die eigentliche Beisetzung fand dann im engsten Familienkreis in Ratzenböcks Heimatgemeinde Neukirchen am Walde statt.
„Ich glaube, dass im Leben und im Wirken von Josef Ratzenböck diese politische Dimension von Liebe durchscheint. Politik als angewandte Liebe zur Welt, das hat für Landeshauptmann Ratzenböck geheißen, nicht auszuweichen vor der Verantwortung", sagte Bischof Scheuer in seiner Predigt. Der verstorbene Alt-Landeshauptmann habe die Menschen gemocht und dies in seine politische Arbeit spürbar einfließen lassen - so der Bischof.
Vor dem Requiem im Dom, an dem u.a. auch Bundespräsident Alexander van der Bellen und viele Politikgrößen teilnahmen, würdigte das offizielle Oberösterreich den verstorbenen Landeshauptmann in einem Trauerakt im Landhaus. Landtags-Präsident Max Hiegelsberger bezeichnete Ratzenböck dabei als maßgeblichen Gestalter des Landes, der regierende Landeshauptmann Thomas Stelzer rückte seinen Amtsvorgänger als Friedensstifter und authentischen Politiker in den Mittelpunkt. "Es gab bei ihm keine publikumsbezogenen Rollenspielereien und keine Marketingverrenkungen“, so Stelzer.
Abgeschlossen wurden die Trauerfeierlichkeiten im Landhaus und im Linzer Mariendom jeweils mit der oö. Landeshymne: Diese hatte Josef Ratzenböck Zeit seines Lebens begleitet und sorgte beim Abschied von dem beliebten Politiker und "Landesvater" für viele Tränen und große Emotionen.