Die bisherige Getreideernte brachte gute Qualitäten, aber unterdurchschnittliche Mengen. Foto: beha

Erste Erntebilanz: Gute Qualitäten, aber wenig Masse

Eine erste Erntebilanz zog vor wenigen Tagen die oö. Landwirtschaftskammer. Beim Getreide sind dabei bei unterdurchschnittlichen Mengen durch die Bank sehr gute Qualitäten zu verzeichnen. Anders sieht es im Grünland aus - hier kämpfen die heimischen Bauern mit der Trockenheit.

Im Großteil Oberösterreichs fehlen bislang 40 bis 50 Prozent der für ein gutes Pflanzenwachstum notwendigen Niederschläge. Dies bekommt die Landwirtschaft unmittelbar zu spüren: Im Grünland hinkt man seit dem ersten Schnitt in puncto Menge einem normalen Jahr deutlich hinterher, im Mühlviertel fehlen in manchen Regionen 30 bis 40 Prozent auf die sonst üblichen Erntemengen.

Etwas besser sieht es beim Getreide aus: Dort ist die Menge zwar auch unterdurchschnittlich - dafür sind aber die Qualitäten in Ordnung. Die inzwischen weitgehend eingebrachten Winterungen brachten hier ein ausgezeichnetes Ernteergebnis und sind durch dieses auch sehr gut zu vermarkten. Die Sommergetreidesorten werden gerade gedroschen - und auch hier ergibt sich ein ähnliches Bild: Eine gute Qualität steht einem mengenmäßig überschaubaren Ertrag gegenüber.

Sorgen bereiten den Bauern die Maiskulturen: Diesen fehlt es ebenfalls an Niederschlag, in manchen Lagen gibt es durch die Trockenheit bereits die ersten Schäden. Die Landwirte hoffen dringend auf ergiebigen Regen - dieser könnte die drohende schleche Ernte doch noch verhindern.