Wippro Vorderweißenbach - im Bild Julian Raab (rote Dress) im Kopfball - verlor den Bezirksliga-Schlager gegen den SV Freistadt knapp mit 3:4. Foto: beha-pictures
Die Halbzeit der Rückrunde brachte im heimischen Fußball-Unterhaus interessante Ergebnisse: So übten sich mit Vorwärts Steyr und Bad Leonfelden die Spitzenclubs in der OÖ. Liga mit Remis im sportlichen Gleichschritt, in der Landesliga wahrte Rohrbach-Berg mit dem nächsten 1:0 die Chance auf den Relegationsplatz. Und in der Bezirksliga Nord befindet sich de facto die halbe Liga im Abstiegskampf.
Diese etwas kuriose Tabellensituation ergibt sich aus der enormen Ausgeglichenheit der Liga, in der die Teams sportlich auf ähnlichem Niveau agieren: Zwischen Oberneukirchen als Sechsten der Tabelle und Schlusslicht Schweinbach liegen sieben Vereine innerhalb weniger Punkte. Wie schnell man sich da auf einem Relegationsplatz wiederfinden kann, musste am Wochenende Wippro Vorderweißenbach zur Kenntnis nehmen: Nach einem 3:4 gegen Angstgegner Freistadt ist die Prihoda-Elf nun plötzlich nur mehr Vorletzter. Wer am Ende dann tatsächlich absteigt bzw. in die Relegation muss, ist somit ebenfalls völlig offen wie das Rennen um den Aufstieg: Dieses dürften sich Naarn und St. Oswald bei Freistadt unter sich ausmachen, die mit Siegen zeigten, dass sie die "Minikrise" der letzten Runden offensichtlich hinter sich haben.
Keine Krise, sondern nach dem intensiven Cupmatch gegen Bad Schallerbach etwas schwere Beine bescherte Vortuna Bad Leonfelden in Micheldorf einen Punkteverlust: Dabei führte man gegen das Tabellenschlusslicht schon mit 2:0, brachte dieses Ergebnis aber nicht über die Zeit und musste sich mit einem 2:2 begnügen. Weil aber auch Leader Vorwärts Steyr gegen Oedt 1b und Verfolger Bad Schallerbach gegen die Union Perg über das gleiche Ergebnis nicht hinauskamen, blieb in der Tabelle alles beim Alten: Steyr und Leonfelden liegen weiter komfortabel in Führung.
Diese Zuschreibung trifft in der Landesliga Ost auch auf St. Valentin zu, das mit einem 3:1 über St. Ulrich einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Titel machte. Rohrbach-Berg betätigte sich wieder einmal als Minimalist und wahrte mit einem 1:0-Auswärtserfolg bei Schwertberg die Chance auf den Relegationsplatz. Im Tabellenkeller verlor Schlusslicht Putzleinsdorf beim SC Marchtrenk mit 1:4, Gallneukirchen musste Gunskirchen mit 2:0 den Vortritt lassen.
In der 1. Klasse Nord-Ost feierte Leader Königswiesen gegen die zuletzt enorm starken Hagenberger einen knappen 1:0-Sieg und führt nun einen Punkt vor den in Baumgartenberg mit 4:0 erfolgreichen Lasbergern. Gar nicht rund läuft es derzeit für Schenkenfelden - nach dem 2:7 gegen Pregarten 1b in der vorigen Runde kam man diesmal gegen Mauthausen mit 0:5 unter die Räder. Besser machten es da in der Gruppe Nord die Nachbarn der 1b-Mannschaft aus Bad Leonfelden, die in St. Stefan am Walde durch zwei frühe Tore mit 2:0 erfolgreich blieben. Damit liegen sie nun punktegleich mit Nebelberg an der Tabellenspitze, das durch ein 1:1 in Gramastetten Punkte liegen ließ.
Dieses Schicksal ereilte in der 2. Klasse Nord-West auch Ottensheim im Derby gegen Puchenau - nach einem 1:1 liegt man als Tabellenzweiter bereits sieben Punkte hinter den diesmal gegen Kirchberg ob der Donau mit 4:1 siegreichen St. Veitern. In der Gruppe Nord-Mitte mühte sich Leader Alberndorf zu einem knappen 1:0 über Treffling und hat drei Punkte Vorsprung auf Reichenthal, das gegen Unterweißenbach mit einem 2:1 einen wichtigen "Dreier" nach Hause brachte.
Haslach (dunkle Dress) bezog gegen Julbach in der Bezirksliga Nord eine überraschende 0:1-Niederlage. Foto: was-tuat-si.at/Martin Gaisbauer