Aufgrund einer starken Leistung in der Defensive - im Bild klären (v.l.) Rechberger, Keeper Seyr, Svoboda und Hayböck im Verbund - knöpfte Wippro Vorderweißenbach Leader Naarn in der Bezirksliga Nord einen Punkt ab. Fotos: was-tuat-si.at/Gaisbauer

Fussball: Wenn Topclubs unerwartet stolpern...

Bemerkenswerte Ergebnisse brachte der letzte Spieltag im heimischen Fußball-Unterhaus: Völlig überraschend ließen etliche Topclubs wichtige Punkte liegen - und sorgen so in den Titelrennen für mehr Spannung, als bei so manchem Verein den sportlich Verantwortlichen lieb ist. 

Den wohl bemerkenswertesten Umfaller leistete sich OÖ. Liga-Tabellenführer Vorwärts Steyr: Der Topclub, der dem Vernehmen nach bereits für den Aufstieg in die Regionalliga rüstet, ließ mit einem 1:2 (0:2) in St. Martin/M. drei wichtige Zähler liegen. Vor 1.000 Fans trafen Manuel Berger und Marek Kalousek für die Mühlviertler, die damit der Vortuna Bad Leonfelden Schützenhilfe leisteten: Die Leonfeldner gaben sich mit einem 3:1-Auswärtssieg bei den im Frühjahr inferioren Ostermiethingern keine Blöße und liegen damit akuell nur mehr einen Zähler hinter Steyr. Ein Erfolgserlebnis gab es auch für Pregarten, das gegen Vöcklamarkt als 2:1-Sieger vom Platz ging.

Mit diesem Ergebnis behielt auch die Union Rohrbach-Berg bei Landesliga-Leader St. Valentin die Oberhand. Die Kicker aus der Bezirksstadt prolongierten damit nicht nur ihre starke Frühjahrsserie, sondern auch die Anwartschaft auf einen möglichen Relegationsplatz. Gallneukirchen holte gegen Hörsching mit einem 1:1 zumindest einen Punkt, Putzleinsdorf verlor gegen Donau mit 0:3 und bleibt abgeschlagen Tabellenletzter.

In der Bezirksliga Nord patzten gleich alle drei Topclubs: Während Tabellenführer Naarn bei Wippro Vorderweißenbach mit Müh und Not ein torloses Remis mitnehmen konnte, ließ Verfolger St. Oswald bei Freistadt im eigenen Stadion gegen Oberneukirchen durch ein unerwartetes 1:2 die drei Punkte liegen. Ebenfalls unerwartet kam der SV Haslach gegen Schlusslicht Schweinbach mit einem 2:2 nur zu einem Punkt. Damit sind die drei Aufstiegskandidaten aktuell durch fünf Punkte getrennt - und auch Oberneukirchen und Admira Linz liegen noch in Schlagdistanz.

Eng geht es auch in der 1. Klasse Nord her: Dort büßte Leader Nebelberg durch ein 2:2 bei den im Frühjahr enorm starken Hellmonsödtern Terrain auf die von Bad Leonfelden 1b angeführten Verfolger ein. In der 1. Klasse Nordost holte sich Königswiesen die Tabellenführung durch ein 4:1 gegen Bad Zell auch deswegen zurück, da der bisherige Leader Schönau gegen St. Pantaleon über ein 1:1-Remis nicht hinauskam. Schenkenfelden fightete sich gegen Tragwein-Kamig nach einem Rückstand zurück und ging am Ende mit einem 3:2-Erfolg vom Platz.

So einer war der Union Alberndorf auch im Spitzenspiel der 2. Klasse Nord-Mitte gegönnt: Nach einem 1:0 gegen Reichenthal darf man sich dank fünf Punkten Vorsprung in der Tabelle mit dem Thema "Meistertitel" wohl nun ernsthaft befassen. Ähnliches gilt im Nord-Westen für Tabellenführer St. Veit/M., das diesmal in Feldkirchen/D. mit 2:1 erfolgreich blieb. Noch besser machte es Verfolger Ottensheim, das Sarleinsbach mit einem 6:0 gleich ein halbes Dutzend einschenkte.

St. Martin (blaue Dress) behielt in der OÖ. Liga über Leader Vorwärts Steyr die Oberhand.

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