Eine handfeste Überraschung gelang der SU Vortuna Bad Leonfelden-Schenkenfelden in der letzten Runde der Regionalliga Nord: Gegen Leader Wallern/St. Marienkirchen holte man mit einem 2:1 (1:0) auswärts einen "Dreier". Einer der Schlüssel dazu war ein "Geheimtraining" auf Kunstrasen im Vorfeld.
"Wir haben die Möglichkeiten, die wir durch die Spielgemeinschaft mit Schenkenfelden nun haben, genützt und mehrmals auf dem Kunstrasen bei unseren Nachbarn trainiert. Das hat sich in der ebenfalls auf Kunstrasen ausgetragenen Partie gegen Wallern voll ausgezahlt", sagte der sportliche Leiter der Leonfeldner, Dominik Mach, zu einem der Gründe des Erfolges. Der zweite war eine äußerst ansprechende spielerische Leistung, mit der die Leonfeldner dem Tabellenführer nichts nachstanden. Bereits vor der Pause brachte man die Hintermannschaft des Leaders mit präzisen, weiten Bällen, immer wieder in Verlegenheit. Die Halbzeitführung war daher auch hoch verdient, Klaus Kapl brachte sein Team kurz vor dem Seitenwechsel mit 1:0 in Front.
Gleich zu Wiederbeginn legten die Mühlviertler nach, Erion Aliji war nach einem sehenswerten Angriff zur Stelle und bugsierte das Runde in das Eckige (48.). Diese Führung hielt bis in die 71. Minute, ehe den Hausherren durch Affenzeller der Anschlusstreffer gelang. Nun war die Partie wieder offen: Wallern drängte auf den Ausgleich, Leonfelden hielt engagiert und erfolgreich dagegen. Mit Können und Glück brachte man den knappen Erfolg über die Zeit - und freute sich über den unerwarteten "Dreier": "Wir sind als Außenseiter angereist - umso schöner ist es, wenn man die vollen Punkte nach Hause mitnehmen kann", meinte Dominik Mach nach dem Spiel.