Gemeinsam mit seiner Co-Pilotin Hanna Ostlender gelang Simon Wagner der erste Jännerrallye-Sieg seiner Karriere. Fotos: was-tuat-si.at/Martin Gaisbauer

Jännerrallye: Wagner gewann hochklassiges Duell

Fest in Mühlviertler Hand war die 39. Auflage der Int. Jännerrallye am vergangenen Wochenende im Raum Freistadt: Simon Wagner (Hyundai) und Michael Lengauer (Skoda) lieferten sich ein tolles Duell, bei dem letztlich Wagner seinen ersten „Jänner“-Sieg feiern konnte.

Der fünffache Staatsmeister aus Unterweitersdorf tilgte damit einen „weißen Fleck“ in seiner Erfolgsbilanz – und war nach der Zieldurchfahrt entsprechend zufrieden: „Ich bin schon so oft drauf angesprochen worden, dass ich diese Rallye noch nicht gewonnen habe. Das hört jetzt endlich auf. Innerlich habe ich immer gewusst, dass ich sie hätte gewinnen können, aber irgendwie ist es sich dann doch nicht ausgegangen. Jeder, der hier schon gewonnen hat, weiß, dass das etwas ganz Spezielles ist. Dass ich nun endlich auch dieses Gefühl genießen kann, ist einfach nur schön und ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben!“, meint er nach seiner Siegesfahrt.

Bei dieser hatte er den gesamten zweiten Rallyetag einen beträchtlichen Vorsprung mit im Gepäck, der einem Reifenschaden von Konkurrent Michael Lengauer auf der ersten SP des Tages in St. Oswald geschuldet war: Der Neumarkter riss sich dort mehr als eine Minute auf, die er zwar noch reduzieren, aber nicht mehr aufholen konnte. „Die Jännerrallye gewinnt man nur, wenn man fehlerfrei bleibt. Das war ich heuer leider nicht. Zudem ist Simon wirklich einen sehr hohen Speed gegangen und hat sich den Sieg damit sehr, sehr verdient. Ich war nach dem Pech heute in der Früh natürlich kurz enttäuscht, aber andererseits bin ich hier Zweiter vor einem internationalen Toppiloten namens Mads Østberg, also das muss man dann schon auch richtig einzuordnen wissen“, sagte der Sieger der letzten Jahre im Ziel.

Dort freute sich auch der angesprochene Østberg über seinen Podiumsplatz: „Ich bin wirklich happy über den dritten Platz. Nachdem wir in der allerersten Sonderprüfung gestern durch einen Reifenschaden gleich einmal eine Minute verloren haben, sind wir ganz schwer in die Rallye reingekommen. Wir haben uns dann aber sehr gut zurückgekämpft und sind immer gut vorne dabei gewesen. Dass es sich am Ende doch noch mit dem Podest ausgegangen ist, freut uns schon sehr“, betonte der Citroen-Pilot.

Grund zur Freude gab es im Ziel auch für den stark fahrenden Martin Rossgatterer mit dem siebten Gesamtrang, für Martin Fischerlehner als Gewinner der TEC7 ORM Trophy und für Marcel Neulinger für den Klassensieg in der ORM 3-Klasse. Die erfolgreichen heimischen Asse strahlten dabei mit den Veranstaltern um die Wette: Diese freuten sich über eine weitgehend unfallfreie, „echte“ Winterrallye und über rund 100.000 Zuschauer, die aus der Jännerrallye einmal das größte Sportereignis in Oberösterreich machten. 

MIchael Lengauer sah diesmal als Zweiter die Zielflagge.

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