Jubel bei Simon Wagner und Hanna Ostlender über den Sieg bei der Lavanttalrallye in Kärnten. Fotos: ORM/Illmer
Weiterhin fest in Mühlviertler Hand bleibt die Österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft 2026: Bei der 48. Auflage der Int. Lavanttal-Rallye am vergangenen Wochenende hatte einmal mehr Simon Wagner aus Unterweitersdorf die Nase vorne: Mit seinem Hyundai verwies er den Salzburger Hermann Neubauer (Toyota) auf den zweiten Rang. Während der Neumarkter Michael Lengauer (Skoda) nach einem Unfall aufgeben musste, holte Marcel Neulinger vom MSC Schenkenfelden die ORM3-Wertung.
Wie schon zuletzt im Rebenland lieferten sich Simon Wagner und Michael Lengauer zu Beginn der Rallye ein ganz enges Duell: Teilweise gleich schnell, sorgten vorerst Reifenschäden dafür, dass das Pendel zugunsten von Wagner ausschlug. Als "Lengi" einen 28-Sekunden auf seinen Konkurrenten aufholen wollte, tat er etwas zuviel des Guten und setzte seinen Skoda an einen Baum.
Simon Wagner und seine Co-Pilotin Hanna Ostlender waren damit aber trotzdem noch nicht aus dem Schneider: Der nach einem verhaltenen Beginn immer besser in Fahrt kommende Hermann Neubauer setzte dem regierenden Staatsmeister gehörig zu, am Ende brachte dieser 9,4 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Dort freute er sich über den neuerlichen Erfolg: „Das war ein körperlich schwer erkämpfter Sieg. Die Duelle mit Hermann und Lengi waren sehr cool. Ich hoffe, dass es so weitergeht und freue mich schon aufs Murtal. Vom neuerlichen Meistertitel will ich noch nichts wissen, es ist erst Halbzeit und es gibt ein Streichresultat. Da kann noch einiges passieren", meinte der Mühlviertler.
Allen Grund zur Freude hatte auch sein unmittelbarer Landsmann Marcel Neulinger: Er gewann in der ORM3 mit seinem Lancia Ypsilon Rally4 12 von 14 Sonderprüfungen und hatte im Endklassement 2,16 Minuten Vorsprung auf Lukas Dirnberger (Peugeot 208 Rally4) und 3,10 Minuten auf seinen Bruder Nico (Lancia Ypsilon Rally4).