Eine ehemalige Geschäftsführerin soll vom Verein Mühlviertler Kernland 765.000 Euro für private Zwecke abgezweigt haben. Symbolfoto: stock.adobe.com
Wegen des Verdachts auf Betrug, Untreue und Urkundenfälschung wird gegen eine ehemalige Geschäftsführerin des Vereins Mühlviertler Kernland Anklage erhoben. Dies wurde laut gleichlautenden Medienberichten heute von der Staatsanwaltschaft Linz bestätigt, die Schadenssumme beläuft sich auf 765.000 Euro.
Der Frau wird vorgeworfen, Vereinsgeld in dieser Höhe auf ihr Privatkonto überwiesen zu haben. Die entsprechenden Unregelmäßigkeiten fielen vor rund zwei Jahren auf - die Geschäftsführerin wurde daraufhin umgehend ihres Postens enthoben. Laut Staatsanwaltschaft zeigt sie sich teilweise geständig und hat auch einen Teil des Schadens inzwischen wieder gut gemacht.
Mit der Geschäftsführerin wird auch eine zweite Frau angeklagt, die in einem persönlichen Naheverhältnis zur Beschuldigten steht. Dieser werden Geldwäsche und Unterschlagung vorgeworfen.
Wann den beiden Frauen der Prozess gemacht wird, steht noch nicht fest. Klar ist dagegen der Strafrahmen: sollte die bislang unbescholtene Geschäftsführerin in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, droht ihr eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.