Die neuen Radstreifen sollen die bisherigen, gefährlich schmalen Radwege auf der Nibelungenbrücke ersetzen – zum Ärgernis der Berufspendler, die mit dem Auto unterwegs sind.
Die neuen, provisorischen Radwege auf der Nibelungenbrücke stehen schon vor ihrer eigentlichen Eröffnung heftig in der Kritik: Die täglichen Staus seien für Pendlerinnen und Pendler aus dem Mühlviertel "unerträglich", heißt es von VP-Pendlersprecher Michael Hammer.
Durch die neuen Radstreifen fällt jeweils ein Fahrstreifen für den Autoverkehr weg – mit erheblichen Folgen für die Pendlerinnen und Pendler: Bis zu 45 Minuten beträgt der Zeitverlust aufgrund der neuen Verkehrsführung, kritisiert etwa die WKO Oberösterreich. Besonders betroffen seien die Linksabbieger in Richtung Stadtzentrum, für die auf der Brücke aktuell nur noch eine Fahrspur zur Verfügung steht.
Stadteinwärts kam es während der ersten Testtage auch zu den meisten Staus: Hier werde man mit Markierungen und Anpassungen bei der Ampelschaltung noch nachjustieren, ließ der Linzer Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) am gestrigen Montag wissen. Für seine Mühlviertler Parteikollegen ist das offenbar zu wenig: VP-Pendlersprecher Michael Hammer forderte am Dienstag gemeinsam mit LAbg. Josef Rathgeb eine Entfernung des Radstreifens in Richtung Innenstadt: "Als Sofortmaßnahme muss stadteinwärts die Radfahrspur wieder entfernt und für den KFZ-Verkehr freigegeben werden. So wie es derzeit ist kann und darf es nicht bleiben, weil es unzumutbar ist."