Michael Lengauer riskierte auf der abschließenden Powerstage etwas zuviel und flog auf der Jagd nach Hermann Neubauer ab. Fotos: Harald Illmer

Rallye-ÖM: Nach Unfällen von Wagner und Lengauer holte Neubauer den Titel

Erstmals nach etlichen Jahren geht der Titel des österreichischen Rallye-Staatsmeisters nicht in das Mühlviertel: Der Salzburger Hermann Neubauer hatte bei der Rallye der 1.000 Hügel in Krumbach (NÖ) das bessere Ende für sich und setzte sich in einem dramatischen Saisonfinale gegen Simon Wagner und Michael Lengauer durch. Die beiden Mühlviertler vergaben ihre Titelchancen durch Unfälle.

Wagner versenkte seinen Hyundai auf der SP 11 in einer Kurve voller Rollsplitt in die Botanik, Lengauer tat es ihm auf der SP 14 gleich. Bei dieser hatte der Neumarkter zumindest theoretisch noch die Chance, den sowohl in der Rallye als auch in der ÖM führenden Neubauer doch noch abzufangen. Allerdings tat der zweifache Jännerrallye-Sieger beim Versuch "All-In" zu gehen, etwas zuviel des Guten und musste seinen Citroen nach einem Crash, dem ein Felgenbruch vorangegangen war, abstellen.

Der hinter ihm gestartete Neubauer bekam den Ausritt mit und nahm sofort Gas heraus: Die fünfte Zeit in der abschließenden Powerstage reichte dem Salzburger, um mit seinem Toyota den Titel einzufahren. Und im Ziel durften trotz der Ausfälle der beiden Toppiloten auch zwei Mühlviertler jubeln: Lukas und Raphael Dirnberger gewannen beim Finale ihre Klassen und durften sich damit über einen erfolgreichen Saisonausklang freuen.

Simon Wagner büsste seine Titelchancen durch einen Unfall auf der SP 11 ein.

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