Vor großer Kulisse lieferten sich Oberneukirchen und Wippro Vorderweißenbach - im Bild Svoboda (rote Dress) im Duell - ein tolles Bezirksliga-Derby. Fotos: was-tuat-si.at/Gaisbauer
Voll auf ihre Rechnung kamen 450 Fans beim Bezirksliga Nord-Derbykracher zwischen Oberneukirchen und Wippro Vorderweißenbach: Sie sahen nach einer rassigen, kampfbetonten Partie am Ende einen knappen 2:1-Sieg der Gäste aus dem Schmankerldorf.
Diese fanden auch etwas besser in die Partie und belohnten sich mit einer frühen Führung: Ondrej Svoboda besorgte in Minute 14 das 1:0 für Vorderweißenbach. Die Truppe von Coach Josef Prihoda drückte der Partie in der Folge ihren Stempel auf, verabsäumte es aber, das Spiel bereits vorzeitig in ihre Richtung zu drehen: Das deutliche "mehr" an Spielanteilen und Chancen konnte in nichts Zählbares verwandelt werden. Umgekehrt blieben die Hausherren bei ihren Gegenstößen immer gefährlich und kamen ihrerseits ebenfalls zu der einen oder anderen guten Gelegenheit.
Schlag auf Schlag ging es dann nach Seitenwechsel: Zuerst hatten die Gäste mit zwei Lattentreffern innerhalb weniger Minuten Pech -und dann schlugen die Hausherren zu: Stefan Burgstaller besorgte in Minute 51 das 1:1 und brachte sein Team damit in die Partie zurück. Dies deutlich sichtbar - denn nun hatte die Meindl-Elf mehr vom Spiel. Dieses Übergewicht blieb aber trotz guter Einschussmöglichkeiten eine brotlose Kunst, die nichts einbrachte. Anders die Gäste: Mitten in einer Oberneukirchner Drangperiode fasste sich Leonhard Ganglberger ein Herz und zimmerte das Spielgerät zum 1:2 in die Maschen. Diesen knappen Vorsprung ließen sich die Wippro Kicker nicht mehr nehmen und brachten den Sieg trotz einer Ampelkarte für Nico Katzmayer in der Schlussphase über die Zeit.
Der Oberneukirchner Trainer Gerhard Meindl zeigte sich nach dem Spiel über die knappe Niederlage enttäuscht: "Gemessen am Spielverlauf hätten wir uns auf alle Fälle ein Remis verdient. Leider haben wir unsere Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit nicht genützt", meinte er gegenüber mühlviertel.news. Auf Seiten der Vorderweißenbacher freute man sich über den knappen Derbysieg: "Das war heute deutlich besser als zuletzt gegen Julbach - wir hätten bereits in der ersten Hälfte den Sack zu unseren Gunsten zumachen können", sagte Sektionsleiter Harald Birngruber. Einig waren sich beide Vereinsvertreter bei der sportlichen Einordnung des Spiels: "Es war eine außergewöhnlich gute, faire Bezirksliga-Partie", freuten sie sich über das gute Niveau des Traditions-Derbys.