Nachdem Vergrämungsversuche erfolglos blieben, wurde für den im Gemeindegebiet von Peilstein gesichteten Wolf eine Abschussgenehmigung erteilt. Symbolfoto: stock.adobe.com|Judy Arsenault
Zum Abschuss freigegeben ist jetzt jener Wolf, der sich - wie berichtet - im Gemeindegebiet von Peilstein im Bezirk Rohrbach wiederholt in der Nähe von landwirtschaftlichen Gebäuden und Viehweiden aufgehalten hat. Versuche, ihn nachhaltig zu vergrämen, brachten keinen Erfolg.
Für Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger ist die Situation klar: „Die natürliche Scheu vor dem Menschen ist eine entscheidende Grenze. Wenn ein Wolf diese Scheu verliert und wiederholt in unmittelbarer Nähe von Menschen, Wohnhäusern und landwirtschaftlichen Anwesen auftaucht, müssen wir entschlossen reagieren."
Aufgrund dieses Verhaltens in der Nähe des Menschen ist das Tier - so das Land OÖ. in einer Aussendung - nach den Regelungen der Oö. Wolfsmanagementverordnung als Risikowolf einzustufen. Die Entnahmefrist endet am Samstag, 29. August 2026. Die verantwortlichen örtlichen Jagdausübungsberechtigten sowie die betroffenen Behörden wurden informiert.
Die Abschusserlaubnis ist für Oberösterreichs Agrar-Landesrätin mehr als gerechtfertigt: „Wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst und handeln, bevor etwas passiert. Die Bevölkerung muss darauf vertrauen können, dass ihre Sicherheit an erster Stelle steht. Der ländliche Raum ist Lebensraum und Heimat – und soll das auch bleiben.“