Ein neuer Rettungstransportwagen, steigende Zahl an Freiwilligen und raschere Hilfe durch eine App-Alarmierung: Bei der Präsentation des Leistungsberichtes zeigen sich die Vertreter vom Roten Kreuz in Urfahr-Umgebung sichtlich zufrieden über die Entwicklungen im letzten Jahr.
Insgesamt 1.563 Freiwillige – um rund 40 mehr als im Jahr zuvor – leisteten 208.600 freiwillige Stunden. Gemeinsam mit 135 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern engagieren sie sich in den Bereichen Rettungs-, Notarzt- und Katastrophendienst über die Sozialen Dienste bis hin zum Jugendrotkreuz. Bei letzterem wurde zudem ein Zuwachs von 70 Gruppenmitgliedern auf insgesamt 218 Mitglieder verzeichnet.
Bezirksgeschäftsleiter Peter Haslinger führt dies auf den frühen Kontakt mit Kindern, beispielsweise im Kindergarten mit dem Kuscheltier ROKO – zusammen:
„Damit bringen wir unsere Wertebasis, die Menschlichkeit, zu den Kleinsten.“
Diese Wertebasis sowie auch das Können stellten 70 Einsatzkräfte des Bezirkes bei der lebensnahen Großeinsatzübung „GEMSIG“ unter Beweis: Drei Szenarien – Murenabgang, Busunfall, Amok – erforderten die Zusammenarbeit der Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei.
Mit moderner Ausrüstung, wie dem neuen Rettungstransportwagen im Fuhrpark Gallneukirchen, sind die Einsatzkräfte künftig vor Ort besser ausgerüstet. Bei der Zurschaustellung im Zuge der 50-Jahr-Feier der Dienststelle Kirchschlag bewies er bereits seine Notwendigkeit: Während der Feierlichkeiten kam es zu zwei Einsätzen in unmittelbarer Nähe. „Das Miteinander war so erlebbar. Man bekommt hautnah mit, wie die Menschen zusammenarbeiten und helfen“, erinnert sich Bezirksstellenleiter Paul Gruber.
Seit 2025 unterstützen zudem „First Responder“ den Rettungsdienst in Reichenau, Ottenschlag und Haibach: Mit einer Handy-Alarmierung über eine App können Rettungssanitäter und -sanitäterinnen aus der Region noch vor Eintreffen des Rettungswagens Hilfe gewährleisten.