Das seltene Metall Hafnium soll in Zukunft im Gewerbegebiet vor den Toren von Bad Leonfelden produziert werden. Foto: stock.adobe.com

Seltenes Metall soll in Zukunft in Bad Leonfelden produziert werden

Einen ganz besonderen Zuwachs dürfte es in absehbarer Zeit im INKOBA-Gewerbegebiet in Bad Leonfelden geben: Im ehemaligen Gebäude der Firma M-Tron, das seit geraumer Zeit leer steht, soll ein seltenes Metall namens Hafnium produziert werden.

 

Hafnium ist ein seltenes, silbergrau glänzendes chemisches Element, das durch eine schützende Oxidschicht extrem korrossionsbeständig ist. Es findet u.a. in der Raumfahrtindustrie, im Flugzeugbau, der Halbleiterindustrie und im Nuklearbereich Verwendung. Das Metall ist extrem teuer, das Kilogramm kostet aktuell mehr als 12.000 US-Dollar.

Der Produktionsprozess ist enorm aufwändig - dementsprechend gering sind die Produktionsmengen: Weltweit werden jährlich lediglich zwischen 70 und 100 Tonnen Hafnium hergestellt. Die Hauptproduzenten sind dabei in den Vereinigten Staaten, Frankreich und China zu finden. Ein chinesischer Konzern wird auch für den Produktionsstandort in Bad Leonfelden verantwortlich sein: Der Technologiekonzern JPTech steht hinter den Plänen.

Diese wurden vor wenigen Tagen Anrainern und Nachbarn vorgestellt. Wie der Bad Leonfeldner Bürgermeister Thomas Wolfesberger gegenüber dem ORF OÖ. meinte, seien bei dieser Infoveranstaltung vorhandene Bedenken ausgeräumt worden. Mit der geplanten, neuen Produktion von hochreinem Hafnium werden auch neue Jobs entstehen - in der ersten Ausbaustufe ist von 20 neuen Arbeitsplätzen die Rede.

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