Ein absoluter Höhepunkt in Politleben von Josef Ratzenböck (2.v.l.) war der Fall des Eisernen Vorhanges im Jahr 1989. Foto: Archiv/OÖVP

Trauer um Alt-Landeshauptmann Josef Ratzenböck

Große Trauer herrscht kurz vor Weihnachten in Oberösterreich: Der ehemalige Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck verstarb am 23. Dezember im Alter von 96 Jahren.

Mit Ratzenböck verliert Oberösterreich eine echte Polit-Legende, die eine ganze Epoche nachhaltig prägte. Fast 18 Jahre stand er als Landeshauptmann an der Spitze des Landes - und hinterließ nachhaltige Spuren: Wirtschaftliche Erfolgsgeschichten wie die Schaffung tausender Arbeitsplätze fallen ebenso in seine Amtszeit wie soziale Errungenschaften. Zu diesen zählt im Mühlviertel auch das Krankenhaus in Rohrbach, das in seiner Amtszeit realisiert wurde.

Besonders in Erinnerung blieb ihm Zeit seines Lebens der Fall des eisernen Vorhanges im Jahr 1989: Er schnitt diesen an der Grenze zwischen dem Mühlviertel und Tschechien durch - und bewahrte ein kleines Stück davon bis an sein Lebensende in seiner Wohnung auf.

Landeshauptmann Thomas Stelzer würdigte seinen VP-Freund Ratzenböck in einer ersten Reaktion als großen Gestalter und Brückenbauer, der stets das Verbindende gesucht habe. „Josef Ratzenböck war einer, der die Geschicke unseres Landes durch viele Jahre und Jahrzehnte maßgeblich geprägt und vorangetrieben hat. Er war ein Mann des Ausgleichs, den Menschen zugewandt", sagte Selzer in einer ersten Reaktion.

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