Durch die anhaltende Trockenheit steigt auch in unserer Region die Gefahr von Wald- und Flurbränden stark an. Foto: stock.adobe.com

Trockenheit: Auch im Mühlviertel hohe Waldbrandgefahr

Die anhaltende Trockenheit lässt auch im Mühlviertel die Gefahr von Wald- und Flurbränden weiter steigen: Nach einigen Feuern, die gottseidank rasch unter Kontrolle gebracht werden konnten, wird in Anbetracht der neuerlichen Hitzewelle zu besonderer Vorsicht gemahnt.

26 Waldbrände wurden bislang in Oberösterreich registriert, in ganz Österreich waren es 269. Das sind schon jetzt deutlich mehr als in den Jahren zuvor: in diesen wurden rund 150 Waldbrände regisiert. Die anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen lassen Gras, Laub und andere Vegetation rasch austrocknen. Dadurch kann bereits ein kleiner Funke einen Brand auslösen, der sich insbesondere bei Wind binnen kurzer Zeit ausbreiten kann.

Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), appelliert daher an die Bevölkerung: „Beim Umgang mit möglichen Zündquellen im Freien ist derzeit besondere Sorgfalt erforderlich. Verzichten Sie auf offenes Feuer, dämpfen Sie Zigaretten vollständig aus und werfen Sie diese keinesfalls in die Natur. Bedenken Sie zudem, dass auch Funken, die etwa bei Arbeiten mit Winkelschleifern entstehen, trockenes Pflanzenmaterial entzünden können.“

Wie die Statistik zeigt, werden 83 Prozent aller Waldbrände in Österreich durch menschliches Verhalten verursacht. Natürliche Auslöser wie Blitzschläge spielen dagegen eine deutlich geringere Rolle. Trockenheit und Hitze schaffen zwar besonders gefährliche Bedingungen für die Entstehung und Ausbreitung von Bränden – der konkrete Auslöser ist jedoch meist menschliches Handeln.