An Windrädern im Wald scheiden sich in Sachen Natur- und Landschaftsschutz die Geister. Symbolfoto: stock.adobe.com
Nach dem zumindest vorläufigen "Aus" für die ursprünglich im Sternwald geplanten Windpark-Beschleunigungszonen wurde jetzt bekannt, dass es bereits 2004 Naturschutzbedenken gegen die Errichtung der Windräder im Wald gab: Der Beauftragte für den Natur- und Landschaftsschutz in Oberösterreich gab damals eine negative Stellungnahme ab.
In dem Schreiben - dieses liegt mühlviertel.news im Originalwortlaut vor - kommt der damals für den oö. Natur- und Landschaftsschutz Zuständige zu dem Schluss, "dass das Vorhaben in einer rein einzelstandörtlichen Betrachtung der Auswirkung auf den Naturraum und Landschaft eindeutig negativ zu bewerten" sei. Gemeint war damit die zweite Ausbaustufe des Sternwind-Windparks. Diese wurde später trotzdem umgesetzt.
Nun waren es Naturschützer auf tschechischer Seite, die die geplanten, weiteren Beschleunigungszonen auf dem Sternstein zu Fall brachten: Konkret befürchten die Nachbarn jenseits der Grenze, dass durch das Projekt Wolf, Luchs und Elch – teils sogar „existenziell“ – gefährdet werden könnten.
Ob der Rückzieher der oberösterreichischen Seite jetzt auch tatsächlich hält, dürfte allerdings noch nicht ganz fix sein: Landeshauptmann Thomas Stelzer beauftragte den Verfassungsdienst des Landes und den Landesamtsdirektor zu prüfen, ob die Rücknahme der Beschleunigungszonen tatsächlich notwendig war.