In zweieinhalb Stunden von Linz nach Prag: Mit der Absage an die Summerauerbahn ist dieses Ziel in weite Ferne gerückt. Foto: stock.adobe.com

Zielnetz 2040: Hochleistungsstrecke zwischen Linz und Prag bleibt vorläufig ein Wunschtraum

Während in vielen Regionen des Landes große Investitionen in die Bahninfrastruktur geplant sind, steht die Summerauerbahn im wahrsten Sinne des Wortes am Abstellgleis: Das heute von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und ÖBB präsentierte „Zielnetz 2040“ sieht mittelfristig keinen Ausbau vor.

Die Errichtung einer Hochleistungsstrecke zwischen Linz und Prag ist auf unbestimmte Zeit verschoben: Im neuen Rahmenplan zur österreichischen Bahninfrastruktur firmiert die Summerauerbahn unter dem Titel „Weiterentwicklung nach 2040“. Damit bleibt die Aussicht, den Weg zwischen Linz und der tschechischen Hauptstadt Prag in rund zweieinhalb Stunden bewältigen zu können, in weiter Ferne.

Diese Entscheidung ruft die oberösterreichische Landesregierung auf den Plan: „Es ist höchste Zeit, den Ausbau der Summerauerbahn mit einer schnellen und effizienten Streckenführung zu planen“, heißt es in einem ersten Statement von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner. In Kombination mit der Pyhrnbahn – deren Ausbau ist im Zielnetz 2040 enthalten – gebe es große Potenziale für den Personenverkehr und den schweren Güterverkehr zwischen den Balkanländern und dem europäischen Zentralraum, heißt es.

Auf Nachfrage von mühlviertel.news begründet das Klimaschutzministerium die Entscheidung damit, dass das Projekt gemeinsam mit Tschechien geplant werden müsse. Allerdings ist auf tschechischer Seite laut Information des Landes OÖ ein Ausbau der Nord-Süd-Verbindung bis Budweis bereits geplant. Eine Verlängerung bis zur österreichischen Staatsgrenze sei jedoch erst dann sinnvoll, wenn auch Österreich mitziehe. 

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